Lithium vs. Carbon-Blei

Lithiumspeicher sind zum absoluten „Standard“ in der Photovoltaikbranche geworden. Die Vorteile äußern sich in der Energiedichte, mit der keine andere Batterietechnologie mithalten kann, im Platzbedarf, der Optik, Zyklenzahl und Gewicht. Im Vergleich zu einer Carbon Batterie kommen diese Vorteile mit einem Mehrpreis daher. Aber gerade, wenn der Platzbedarf im Haus oder die Deckentraglasten des Hauses limitiert sind, kommt man an einem Lithium- Speicher wohl kaum vorbei. Der Speicher glänzt neben der Kompaktheit, die auch als optischer Vorteil vom Verwender betrachtet wird, mit seiner hohen Lebensdauer, von den Herstellern angegeben in Ladezyklen. Auch die Entladetiefer von 90% DoD der Lithium-Speicher kann wesentlich höher angenommen werden als die der Blei-Carbon Batterien. Dennoch ist die Lebenszeit eines Speichers nicht nur über die Zyklenzahl definiert, sondern ist auch abhängig von den benötigten Be- und Entladeströmen, sowie von Aufstellort und deren Umgebungstemperaturen.

Daraus lässt sich auf eine Anwendung von Lithium eher im Eigenheim schließen. Im Eigenheim ist der Aufstellort oft im Keller oder im Heizungsraum mit wenig Platz. Spricht man jedoch von gewerblichen Anlagen, wo Platz häufig nicht limitiert ist, verschiebt sich der Fokus weg von der Energiedichte und geht hin zu höheren benötigte Be- und Entladeströme. Vor allem im Bereich der Ladeinfrastruktur von Elektroautos und im Lastspitzen Management kommt es zu einer erhöhten Entladung der Batterien, so arbeiten wir mit japanischen Hochleistungs-Carbon-Blei Batterien die höher und schneller Be- und Entladen werden können als viele vergleichbare Batterietechnologien. Wann welcher Batterietyp jetzt mehr Sinn macht, hängt also vom Anwendungsfall fest.